Jugend

Bald wieder Jugendtraining im Schießhausweg?

Nach insgesamt acht virtuellen Trainings - je vier vor und nach Ostern - wurde es für die Schützengilde langsam wieder Zeit, die Möglichkeit eines gemeinsamen Jugendtrainings vor Ort im Schützenhaus ins Auge zu fassen. Ebenso wie schon im vergangenen Frühjahr entspannte sich die Lage im Landkreis Esslingen im Lauf des Mai deutlich. Damit zeichnete sich auch ab, dass das seit vergangenem November faktisch bestehende Sportverbot für Kinder und Jugendliche bald fallen würde.

Das Sozial- und das Kultusministerium Baden-Württemberg setzen nun in diesem zweiten Pandemie-Sommer beim Sport auf die drei G: Das bedeutet, alle Nutzer von Sportanlagen müssen nachweislich entweder getestet, geimpft oder genesen sein.

Zum Glück hatten wir unter unseren jungen Schützen keinen Fall einer Corona Erkrankung, und so soll es auch bleiben! Ein Impfangebot für Kinder und Jugendliche gab es bisher nur in seltenen Ausnahmefällen. Darum waren jetzt also die Erwachsenen am Zug: Nach längerem Kampf durch den Dschungel der Impfverordnungen konnten Jugendleiter Christian Kopf und Pistolentrainer Ralph Trinter nun einen wichtigen Etappensieg verbuchen: Beide erhielten am 19. Mai ihre erste Impfdosis Vaxzevria (AstraZeneca). Für die Schützengilde ist dies ein großer Schritt hin zur Wiederaufnahme eines geregelten Jugendtrainings.

Derzeit evaluiert das Trainerteam aus Deizisau, welche einfachen Möglichkeiten für Schnelltests die jungen Schützen in der näheren Umgebung haben. Leider gibt es unterschiedliche Systeme, und - wen wundert's noch - nicht alle sind mit der offiziellen Corona-App der Bundesregierung kompatibel. Trotzdem: Das erste Jugendtraining im Schießhausweg nach mehr als einem halben Jahr Sport Lock-Down steht schon im Kalender!

Praxis Dr. Heller in Plochingen: Jugendleiter Christian Kopf (re.) und Pistolentrainer Ralph Trinter beim Impftermin.

 

 

Schützenjugend beim virtuellen Mentaltraining - geht das überhaupt?

Das letzte gemeinsame Training der Deizisauer Schützenjugend auf der Anlage im Schießhausweg fand am 26. Oktober 2020 statt. Seither ist der Schießstand unweit der Körschburg - wie fast alle Sportanlagen im Umkreis - für den Sportbetrieb geschlossen. Und vorübergehende Lockerungen der Corona-Verordnungen des Landes Baden-Württemberg waren im Landkreis Esslingen leider nicht umsetzbar: So war zum Beispiel die seit dem 8. März eingeräumte Möglichkeit des gemeinsamen Sports für Kinder und Jugendliche auf Außenanlagen schon am 13. März wieder hinfällig, denn seither liegt der sogenannte "Inzidenzwert" im Landkreis Esslingen ununterbrochen über 100.   

Deizisauer Schützenjugend: Per Video-Call im Mentaltraining.

Darum hatte sich die Schützengilde Ende Februar zu einem Experiment entschlossen: Wie wäre es mit einem virtuellen Training per Web-Meeting? Zur gewohnten Zeit am Montagabend, gekürzt auf eine Stunde statt zwei, Zuhause statt im Schützenhaus, zunächst bis Ostern. Die Erfahrungen aus einer sehr gelungenen ersten virtuellen Jugendversammlung in der zweiten Februarhälfte waren jedenfalls ermutigend. 

Blieb noch die Frage: Was kann man am Bildschirm trainieren? 

Glücklicherweise konnte die Schützengilde Mentaltrainerin Yvonne Mack dafür gewinnen, vier Trainingseinheiten für das ungewohnte Format neu zu entwickeln: In der ersten Session ging es um Entspannung. Dass sich im abschließenden "Body-Scan" der eine oder andere ins Land der Träume verabschiedete, haben wir augenzwinkernd als durchschlagenden Erfolg verbucht. In den drei folgenden Sessions wurden Stress,  Konzentration - mit vielen Spielen und Übungen - und der Umgang mit Stressoren behandelt, letzteres anhand einer Methode der mentalen Wettkampfvorbereitung. Da Wettkämpfe seit Monaten nicht mehr zur Lebenswelt der jungen Schützen gehören, dafür aber Home-Schooling, Kontaktbeschränkungen und ein faktisches Sportverbot, wurden Handlungsanleitungen zu frei gewählten Lebensbereichen gemeinsam bearbeitet.

Im Rückblick waren Mentaltrainerin Yvonne Mack und das Trainerteam um Jugendleiter Christian Kopf schon ein bisschen stolz, das Experiment gewagt zu haben. Allerdings traten auch die Grenzen des Distanztrainings im Kinder- und Jugendsport deutlich zutage: Das gemeinsame Lernen und Spaßhaben in der Gruppe ist durch nichts auch nur annähernd zu ersetzen.

 

Absage des Dreikönigschießens

Liebe Freunde der Schützengilde,

Wir hatten noch die Hoffnung dieses Jahr das Dreikönigschießen in Form eines "Oster-Schießens" nachzuholen, aber diese Hoffnung ist aufgrund der weiterhin hohen Corona Zahlen und der damit einhergehenden Lockdowns und Beschränkungen nun leider geschwunden.

Zum einen ist es derzeit einfach nicht möglich Langfristig zu planen, zum anderen liegt uns auch das Wohlergehen und die Gesundheit unserer Mitglieder, unserer Besuchern, und natürlich auch unseren lokalen und überregionalen Spendern sehr am Herzen.

Daher haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen das traditionelle Dreikönigschießen dieses Jahr ab zu sagen.

Wir hoffen trotzdem dass ihr uns die Treue haltet und dass wir uns nächstes Jahr wiedersehen!

 

Mit freundlichen Grüßen,

Christian Kopf, Jugendleiter

Weihnachtsüberraschung für die Jugend der Schützengilde Deizisau

Ungewöhnliche Zeiten können manchmal ungewöhnliche Ideen reifen lassen. Was tun, wenn unser Jugendtraining - wie der gesamte organisierte Amateursport - im verordneten Winterschlaf liegt? Ein Zeichen des Zusammenhalts wäre genau das richtige. Aber wie sollte das gehen, bei strengen Kontaktbeschränkungen und abendlicher Ausgangssperre?

Nach einem Gedankenaustausch per Chat und einer folgenden Videokonferenz hatte das Trainerteam um Jugendleiter Christian Kopf schließlich die Lösung für die Deizisauer Schützenjugend: Was läge zu Weihnachten näher, als eine kleine Überraschung unterm Weihnachtsbaum?

Fertig zur Auslieferung: Weihnachtsüberraschung für die jungen Sportschützen aus Deizisau.
 

Befüllt werden sollten die Pakete nach dem bewähren Prinzip "Kinder Überraschung": Spiel, Spaß, Spannung, Schokolade. Was das genau bedeuten würde, war dann durchaus Gegenstand spannender Diskussionen. Es sollte ja auch mit dem Training und dem Schießsport zu tun haben. Allerhand Fotos gingen hin und her, es wurde verglichen, ausgemessen, begutachtet, verworfen, kalkuliert - bis alles passte. Recht schnell war außerdem klar, dass das eine logistische Herausforderung werden würde: Schließlich wollte die Schützengilde nicht aus Versehen eine Infektionskette auslösen. Daher galt es, mit den Eltern der jungen Schützen eine möglichst kontaktlose Übergabe zu vereinbaren. Wie das funktioniert, konnten wir uns einfach bei DHL abschauen.

So waren am Ende alle Tüten ziemlich voll und rechtzeitig und sicher zugestellt. Dass die kleine Überraschung gelungen ist, weiß das Trainerteam inzwischen aus erster Hand. Und Spaß hat es auch gemacht. Bliebe noch die Frage, was genau drin war? Aber das verraten wir hier nicht.

 

Deizisauer Schützenjugend erstmals beim Jugend KO-Pokal dabei

Direkt nach den Sommerferien trat die Schützengilde erstmals beim KO Jugendpokal des benachbarten Schützenkreises Gau Teck an. Die schon vor der Zwangspause im Frühjahr geplante Zusammenarbeit der beiden Schützenkreise Esslingen und Gau Teck nahm damit Gestalt an.

Das spannende an diesem Wettbewerb: Der normale 40-Schuss Wettkampf ist nur eine Vorrunde. Die ersten drei Plätze werden im Finalmodus ermittelt, über 10 Runden zu je einem Schuss in Zehntelwertung. Da gilt es, die Nerven zu behalten!

An einem sommerlichen Samstagmorgen um viertel nach Acht hieß es also für vier Jugendliche aus Deizisau: Sammeln im Schießhausweg. Nachdem sämtliche Ausrüstung zusammengesucht, überprüft und verladen war, ging's eine knappe halbe Autostunde zum Schützenverein nach Holzmaden im Vorland der Schwäbischen Alb. Die Holzmadener waren in diesem Jahr Ausrichter des Cups.

In seinem ersten Wettkampf für Deizisau zog Tobias Fechter etwas glücklich ins Luftgewehr-Finale ein, bewies Nervenstärke, lag in einem spannenden Finalkampf zeitweise in Führung und belegte am Ende den 2. Platz in der Jugendklasse, hinter Josephina Capreoli vom SV Oberlenningen. Finn Rothe schoss sich mit dem Luftgewehr souverän ins Finale der Juniorenklasse II, musste sich dort aber im Kampf um den Sieg nach einer Reihe knapper Duelle Noah Zangl von der Schützengesellschaft Köngen geschlagen geben und landete schließlich ebenfalls auf dem 2. Platz. Hannah Stumpp und Sophie Reinelt traten mit der Luftpistole in einer offen Klasse gegen die älteren und erfahreneren Schützen aus dem Gau Teck an und hatten leider keine Chance auf den Einzug ins Finale.

Gau Jugend KO-Pokal: Je ein 2. Platz für Tobias (Jugend) und Finn (Junioren II) aus Deizisau.

Am folgenden Montagabend war im Jugendtraining im Schießhausweg erst mal ausführliche Wettkampfanalyse angesagt. Ergebnis: Kein ganz glatter, aber ein guter Kaltstart in die Wettkampfsaison 2020 / 21.

Alle Ergebnisse im Detail findet ihr auf den Web-Seiten des Schützenkreises Gau Teck.

Deizisauer Schützenjugend übt sich am Bogen

Eigentlich stand für die Jugend der Schützengilde Deizisau in diesem Sommer einiges auf dem Programm:

Die Teilnahme an den GuSchu Open, dem großen Jugend Turnier der Bayrischen Schützenjugend in den Disziplinen Luftgewehr, Luftpistole, Lichtgewehr und Bogen, der Besuch der Deutschen Meisterschaften in München (beides abgesagt) und ein mehrtägiger Ausflug nach Österreich – na ja, der schien uns dann doch zu abenteuerlich in diesen Zeiten.

Aber irgendwas geht bekanntlich immer. So konnten wir zu Beginn der Sommerferien wieder einen netten Nachmittag auf dem schön gelegenen Bogenschießplatz des Schützenvereins Plochingen verbringen. Zum Glück spielte auch das Wetter mit. Und da wir uns einigermaßen benommen haben, dürfen wir nächstes Jahr vielleicht sogar wiederkommen?

Unter fachkundiger Anleitung: Die „Kügelesschützen“ machen sich mit dem Bogen vertraut – Muskelkater inklusive.
 
Sportsgeist: Wer weiß, vielleicht wird der Sprint eines Tages Teil der Bogenschießwettbewerbe?
 
Abkühlung: Wenn zufällig kein Meer in der Nähe ist, wassergefüllte Luftballons sind eine echte Alternative!
 
Klassiker: So viel frische Luft macht hungrig. Außerdem entwickeln sich rund um den Grill immer die besten Gespräche.

Wir bedanken uns bei unseren Gastgebern vom Schützenverein Plochingen und wünschen allzeit gut Schuss!

 

Gibt doch gerade nichts… - Schützenjugend macht erste Schritte aus dem Corona Lock-Down

Am 16. März 2020, dem Tag, als in Baden-Württemberg die Schulen schlossen, fand unser letztes Jugendtraining statt - zunächst ausgesetzt bis zum Ende der Osterferien. Doch, bekanntermaßen wurde die Schließung der Sportanlagen seither Woche um Woche verlängert. Und auch sämtliche nationalen Meisterschaften und Turniere der Saison 2020 wurden bald abgesagt. Dabei hatten mit Hannah, Sophie, Oliver und unseren beiden Finns fünf Young Guns der Schützengilde ihre Tickets für die Landesmeisterschaften praktisch in der Tasche…

Auch die jüngsten Lockerungen der Corona-Beschränkungen waren für die Schützenjugend kein echter Fortschritt auf dem Weg zu einem normalen Trainingsbetrieb – galten sie doch nur für Outdoor Sport, während die Schließung der Hallen fortbestand. Das Problem: Unser Jugendtraining spielt sich typischerweise in der 10 m Halle ab, mit Lichtgewehr, Luftpistole und Luftgewehr; schon allein der gesetzlichen Altersbeschränkungen wegen: Training mit Lichtgewehr ohne Altersbeschränkung, Druckluft bis 7,5 Joule ab 12, Kleinkaliber ab 14 und Großkaliber ab 18 Jahren.

Trotzdem, nach der Freigabe von zwei 25 m Bahnen für Kurzwaffen und drei 50 m Bahnen für Langwaffen auf den beiden offenen Schießständen machte auch die Schützenjugend im Mai ihre ersten Schritte aus dem Corona Lock-Down. Und nach den seit Anfang Juni geltenden Lockerungen für Indoor Sportarten wird die Schützengilde auch das reguläre Jugendtraining baldmöglich wieder aufnehmen.

 
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne: Wechsel von LG 10 Meter stehend auf KK 50 Meter liegend
 

25 Meter Pistole Duell: Dass das nicht das erste Mal war, sieht wohl sogar der Laie
 

Für die (abgesagten) Landesmeisterschaften angeschafft: Die erste eigene 25 Meter Pistole der Schützenjugend

Club- und Jugendraum bleiben wegen der geltenden Corona-Beschränkungen allerdings weiterhin geschlossen. Gemütliches abhängen auf der Terrasse oder eine Runde Tischkicker im Jugendraum – ob das vor den Sommerferien noch was wird? Immerhin, unseren für August geplanten Jugendausflug haben wir noch nicht ganz abgeschrieben...

 

 

Über 200 Starts beim Dreikönigsschießen 2020!

Am Sonntag, dem 5. Januar versammelte sich die Schützenjugend Deizisau bereits früh morgens, um die letzten Vorbereitung zum diesjährigen Dreikönigsschießen zu treffen, und mit einem gemeinsamen Frühstück in den Tag zu starten. Durch eine gute gemeinsame Zusammenarbeit konnten anstehende Vorbereitungen in Rekordzeit erledigt werden. Bevor der Tag mit noch ausstehenden Feinarbeiten fortgesetzt werden konnte, versammelte sich die gesamte Schützenjugend zum Maultaschenessen.

Mit einem Highlight kam der Tag zum Abschluss: Als Belohnung für die geleistete Arbeit der Schützenjugend durften sie sich noch eine Stunde in der Sprungbude austoben. Nach diesem aufregenden, aber auch harten Einsatz waren alle froh, sich direkt am nächsten Tag zum diesjährigen Dreikönigsschießen erneut treffen zu können.

Warten auf die Gäste: Noch sind alle Scheiben heil...
 

Am folgenden Montag, dem Dreikönigstag stellten zahlreiche Mitstreiter ihr Glück beim Schießen auf die elektronischen Glücksscheiben auf eine harte Probe. Dennoch konnte jeder einen für sich passenden Preis ergattern. Die Gewinne bestanden aus Sachspenden, welche der Schützengilde Deizisau im Vorfeld von kleinen und großen Betrieben gesponsert wurden. Nach dem 50. Rang, als alle verbliebenen Preise zur freien Verfügung gestellt wurden, stürmte eine Menschenmasse die Preise um noch den ein oder anderen Gewinn einzufahren.

Auch die vielen verschiedenen Salate, Kuchen und das Grillgut kam gut bei den Teilnehmern an. Am Ende machten alle einen Zufriedenen Eindruck und niemand musste mit leeren Händen nach Hause gehen. Das diesjährige Dreikönigsschießen war ein voller Erfolg!

Die Schützengilde freut sich bereits jetzt schon auf das nächste Dreikönigsschießen am 6. Januar 2021, wenn es wieder heißt: Gut Schuss! 

So viele Preise wie noch nie - ein großer Dank an alle Sponsoren!
 
Bei über 200 Starts alle Hände voll zu tun: Das Team an der Bon-Kasse.
 
Bei der Verlesung der Gewinn-Nummern: Gespannte Aufmerksamkeit in Clubraum am Schießhausweg.
 

Neue Jugendschützenkönigin proklamiert

Am letzten Sonntag im November endete für die Schützen im Schießhausweg die Vereinsmeisterschaft 2020 mit dem traditionellen Königsschuss und der Königsfeier.

Besonders aktiv war in diesem Jahr die Jugend: Mit der Teilnahme in den Disziplinen Luftgewehr 10 m, KK Gewehr 100 m, KK Zielfernrohr Auflage, 10 m Luftpistole, 25 m Pistole, 25 m Schnellfeuerpistole (Nachwuchswettbewerb), 25 m Standardpistole und 50 m Pistole lieferte sie ein Drittel aller Wettkampfergebnisse der Gildeschützen. Damit wird die Vereinsjugend vom Schießhausweg voraussichtlich auch auf den kommenden Meisterschaften im Schützenkreis Esslingen ganz vorn dabei sein.

Nach den Ehrungen der siegreichen Meisterschaftsteilnehmer folge die wie immer mit Spannung erwartete Proklamation der Schützenkönige. Den Titel der Jugendschützenkönigin holte sich Hannah Stumpp, 1. Hofdame wurde Francisca Griese und 2. Ritter Finn Rothe. Wir wünschen ihnen allzeit gut Schuss!

 

Neues Königshaus der Schützenjugend: V.l.n.r. Francisca Griese, Hannah Stumpp und Finn Rothe

 

Samstagnachmittag im Schützenhaus...


Der Liegendanschlag ist die zweite Stellung beim LG Dreistellungskampf

Als im vergangenen Juli in der 10-m Halle die beiden neuen Scheibenlifte für den LG Dreistellungskampf in Betrieb genommen wurden, war die Skepsis zunächst groß. Als sogenannte „Zuführungsdisziplin“ zum KK Dreistellungskampf für die Jugend wird der LG Dreistellungskampf von den Schießsportverbänden zwar sehr gefördert, aber er spielt - außerhalb der Leistungs- und Talentzentren - im Schießbetrieb der Vereine bisher kaum eine Rolle: Bei der letzten Kreismeisterschaft trat im Schützenkreis Esslingen genau eine Teilnehmerin an.

Inzwischen sind die beiden Anlagen der Schützengilde regelmäßig im Einsatz, vor allem montagabends, wenn die Jugend ihr eigenes Training hat. Gerade im Winter hat das Training in der 10-m Halle natürlich Vorteile gegenüber dem offenen 50-m-Stand fürs KK Gewehr. Außerdem darf mit dem Luftgewehr schon ab 12 Jahren trainiert werden, mit dem KK Gewehr dagegen erst ab 14.

Da die Lifte automatisch auf die richtige Höhe für Kniend-, Liegend- und Stehendschießen fahren, kann der Trainingsbetrieb auf den übrigen Ständen beim Umstellen ungestört weitergehen.

 

Nein! zu sexualisierter Gewalt im Sport

In Sportvereinen gehen Kinder und Jugendliche oft die ersten selbständigen Schritte hin zum Erwachsenwerden, sie knüpfen Kontakte und entwickeln Freundschaften, die manchmal ein ganzes Leben bestand haben. Nicht nur deshalb ist es wichtig, dass Sportvereine einen geschützten Raum bieten, in dem Angst und Gewalt keinen Platz haben: Eine besondere Verantwortung für die vielen meist ehrenamtlichen Jugendleiter, -betreuer und -trainer.

Für die Kreisschützenjugend Esslingen Grund genug, zu einem Präventions-Workshop über sexualisierte Gewalt (PSG) einzuladen. Solche Workshops sind ein Angebot der Württembergischen Sportjugend, der Jugendorganisation des Württembergischen Landessportbundes (WLSB). Mit rund 860.000 jungen Menschen ist die WSJ der Jugendverband in Württemberg mit den meisten Mitgliedern.

In drei vereinsübergreifenden Arbeitsgruppen hatten die Workshop-Teilnehmer zunächst die Aufgabe, sich aus verschiedenen Perspektiven mit Behauptungen und Aussagen zum Thema sexualisierte Gewalt auseinanderzusetzen. Selten wurde im Schießhausweg so engagiert diskutiert.

Die anwesenden Jugendleiter, Trainer, Jugendbetreuer und Eltern nutzten die Gelegenheit, sich dem schwierigen Thema – unter fachkundiger Anleitung – selbständig zu nähern. Oft kamen sie dabei mit Erfahrung, Allgemeinwissen und gesundem Menschenverstand erstaunlich weit. Doch bei der anschließenden gemeinsamen Diskussion der Ergebnisse wurde auch klar, dass im Ernstfall fachliche Hilfe unersetzlich ist. Zögern und Zaudern ist gefährlich und verantwortungslos, ebenso aber auch Selbstüberschätzung. Mit viel Erfahrung, Engagement, Einfühlsamkeit und spürbarer Präsenz führte Referent Matthias Reinmann die Anwesenden durch die oft schwierige, teils belastende Materie.

Nach einem langen Workshop-Abend: Erleichtert, den ersten großen Schritt geschafft zu haben

 

Nach dem gelungenen Einstieg kommt auf die Ehrenamtlichen nun die Herausforderung zu, in ihren Vereinen angemessene Präventionskonzepte zu erarbeiten und umzusetzen. Natürlich mit der Unterstützung von Fachberatungsstellen und des WSJ. Eine Kultur der Offenheit, des Hinsehens und der Aufmerksamkeit ist dabei der entscheidende Schlüssel. Doch Prävention geht nicht nur die Erwachsenen an: Dazu gab Matthias Reinmann am Ende noch erste Tipps für die – notwendige – Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Präventionsarbeit.